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Abendvortrag: Kastration bei Hunden mit Dr. U. Gansloßer und S. Strodtbeck

Die Geschichte der Kastration ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Noch immer hält sich leider bei Vielen hartnäckig der Glaube daran, dass die Kastration ein chirurgisches Wundermittel bei unterschiedlichsten Verhaltensproblemen darstellt.

“Ihr Hund hat Angst vor Mülltonnen? Ihr Hund hat „Stress“ mit den Hormonen? Ihr Hund mag keine anderen Hunde,  u.v.m…. Dann lassen Sie ihn kastrieren!” Solche und ähnliche Aussagen hört man leider immer wieder – auch von verschiedenen Fachleuten.

Aber eine Kastration kann niemals eine vernünftige Verhaltenstherapie ersetzen, und viele Probleme, die mit den Sexualhormonen in Verbindung gebracht werden, stammen aus völlig anderen Funktionskreisen und lassen sich durch eine Kastration in keinster Weise beeinflussen. Ganz besonders nicht durch eine Frühkastration (vor der Geschlechtsreife). In diesem Vortrag wollen wir mit vielen Vorurteilen aufräumen, verhaltensbiologische, rechtliche und medizinische Aspekte der Kastration genauer beleuchten, Alternativen zur chirurgischen Kastration besprechen und eine Entscheidungshilfe Pro oder Kontra Kastration geben.

Auch Halter, deren Hunde bereits kastriert sind, werden viele Verhaltensweisen Ihrer Vierbeiner besser verstehen.

Datum: Freitag, 14.10.2011
Uhrzeit: 18.30 – ca. 21.30 Uhr
Preis: EUR 24,00 (Abendkasse nur bedingt möglich)

Veranstalter: Auf allen Vieren (GbR) – konsequente Hundeausbildung
Veranstaltungsort: Neckargemünd (der genaue Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben)

Anmeldung und Information: per E-mail an info@aufallenvieren.de (Name, Adresse, Telefonnr., E-Mail Adresse) oder online.

Die Referenten

Dr. Udo Gansloßer (*1956) ist Privatdozent für Zoologie an der Universität Greifswald. Seine wissenschaftliche Tätigkeit begann mit der Beschäftigung mit Baumkängurus, möglicherweise, weil deren recht unbeholfene Kletterversuche ihn an seine eigene sportliche Begabung erinnerten. Nach der Dissertation in Heidelberg kehrte er zum Bodenleben zurück und beschäftigte sich mit dem Sozialverhalten der Kängurus allgemein.

Am Zoologischen Institut Erlangen erhielt er 1991 die Lehrbefugnis. Seither hat er seine fachlichen Interessen auf andere Großsäuger ausgedehnt. Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit sozialen Mechanismen im Zusammenhang von Naturschutz und Zuchtmanagement. Er ist Mitglied einiger Gremien der Europäischen Zoo Assoziation EAZA und führt regelmäßig Kurse in Verhaltensbiologie und Tiergartenbiologie durch. Derzeit übt er neben diversen Unterrichts- und Seminartätigkeiten, Beratungen für Zoos und Tierparks aus und ist Autor und Übersetzer von zoologischen Schriften. Seit WS 2006/07 ist er Privatdozent für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald und seit SS 2007 auch Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena. Seit mehreren Jahren betreut er zunehmend mehr Forschungsprojekte über Hunde, seien es Haus- oder Wildhundeartige. Dabei geht es vor allem um Fragen von Sozialbeziehungen und sozialen Mechanismen

Sophie Strodtbeck, geboren 1975, Studium der Tiermedizin an der LMU München. Berufserfahrung sammelte sie in verschiedenen Praxen, in denen sie von der Maus bis zur Kuh alle möglichen und unmöglichen Tierarten behandelt hat. Inzwischen liegen ihre Schwerpunkte in Beratungen, vor allem zu Verhaltensfragen, und auch Ernährungsfragen. Außerdem hält sie selber Vorträge und Seminare und schreibt als Autorin regelmäßig sowohl humoristische, als auch kynologische Artikel für diverse Hundezeitschriften.

2001 ist eine türkische Mülltonnenhündin, ein Prachtexemplar des Canis autisticus, zu ihr gestoßen. Die Probleme mit ihr zwangen sie, sich intensiv mit dem Verhalten der Hunde auseinanderzusetzen – ein Thema, das sie seither fesselt, und zu dem sie seither zahlreiche Seminare und Fortbildungen besucht hat. Inzwischen gehören zu ihrer Meute auch zwei Beagles, die Frauchen auf Trab halten und beschäftigt werden wollen. Der Ausgleich dazu ist ein Chihuahua-Mix, der geboren wurde um es recht zu machen. Immer wieder finden auch Notfälle und Wildtiere bei ihr Unterschlupf.

2010 wurde gemeinsam mit Udo Gansloßer die Idee geboren, Hunde- und anderen Tierhaltern in Kooperation mit den behandelnden Tierärzten und Hundeschulen in Verhaltensfragen beratend zur Seite zu stehen, da beide der Meinung sind, dass die Kombination von Verhaltensbiologie und Tiermedizin unschlagbar ist.

 
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